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Westafrika 6 Saint Louis to Dakar

Ich hätte rechtzeitig einen Platz im Bus reservieren sollen. Ein Tag vorher war der Bus ausgebucht. Jedenfalls ist das die Information, die ich vom Reiseführer Babacar bekam. Ich denke, er hat die Wahrheit gesagt. Die andere Möglichkeit ist Sept-Taxi (also viele Leute in ein Auto-Wrack eingequetscht). Doch alle haben mich davon abgeraten, weil das eine lange Reise ist. Die weitere/letzte Möglichkeit ist die sogenannte Alo Taxi. Besseres Auto und weniger Leute. Ich denke, der Reiseführer, der mir beim Buchen half, hat für sich was behalten. Na gut. Mindestens dürfte ich ganz in der Nähe von meiner Unterkunft einfach warten, bis ich abgeholt werde. Neben mir im Foto ist übrigens diese lästige Koranschule, die die ganze Nacht Taraa gemacht hat.

Das Auto kam und weil ich der Erste war, saß ich sogar ganz bequem vorne. Es war zwar ohne Klimaanlage, aber wir sind ja im Januar. Wenn es dunkel ist, braucht man, wie ihr sieht, was dickeres. Tagsüber angenehme 30grad. Es war nie schwül bisher

Das Risiko, was sonst durch die Fahruntüchtigkeit der Autos entsteht, hat unser Fahrer sehr gut durch Rasen und sinnloses Überholen vervielfacht. Es folgen ein paar Fotos des Wegs. Nichts besonderes. Es ist eher eine Savannah-Landschaft. Ein bisschen grüner als Süd-Mauretanien. Ich nahm an, Senegal wäre viel grüner. Alle 10 km, so wie in Mauretanien, ein Militärcheckpoint. Das ist echt schade mit dieser Militär. Die Länder haben keine Kriege und keine offenen Konflikte mit den Nachbarn. Es sind Militärregime an der Macht. Diese wollen sich wahrscheinlich zeigen. Mir fällt kein anderer Grund ein, wieso wir so oft anhalten müssen, weil irgendein blöder Check-Point da ist.

Ab etwa der Hälfte der Strecke war es eine Autobahn mit Maut. Ganz schick. Deutsclandsniveau. Am Ende kamen wir in Dakar an. Etwas grüner. Von Anfang an war es klar, das ist ein Moloch. Wir standen sogar kurz im Stau.

Ich wurde irgendwo abgesetzt und sollte ein Taxi nehmen, um zu Face Mbao zu kommen. Dort wollte Billy, mein Gastgeber in Dakar, mich abholen. Das hat geklappt. Ich konnte sogar in der Wartezeit mein Handy wieder aufladen (4,5 Giga für 2000 CFA = ca. 3€).

Dann kam Billy, ganz zuverlässig, und holte mich ab. Ein angenehmer Typ. Mehr dazu im nächsten Blog.

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